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Es werden Posts vom April, 2025 angezeigt.

Mittwoch, 30.04.2025 Bardenas Reales und Ruta del Vino La Rioja

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Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr und wir machen uns bereit für unseren heutigen Ausflug. Gut 1,5 Stunden fahren wir über Logrono entlang der Grenze zwischen Navarra und La Rioja zum Naturpark Bardenas Reales, der zwischen Pamplona und Saragossa liegt. Der Park diente u.a. als Filmkulisse für Sequenzen von Game of Thrones oder dem Hape Kerkeling-Film "Ich bin dann mal weg". Am Visitorcenter bei Arguedas machen wir einen kurzen Stopp, holen uns eine Karte des Nationalparks und fahren den sightseeing-Rundweg und einen größeren Abstecher Richtung Norden. Die Halbwüste wirkt wie eine Mischung aus den US-Nationalparks Badlands in South Dakota und dem Monument Valley - nur kleiner! Wir erkunden bei sehr windigem aber meist sonnigem Wetter die bizarre Landschaft, machen viele Fotostopps und kleinere Spaziergänge. Der (Fahrt-) Wind wirbelt Sand von der Schotterpiste auf und bald fühlen wir uns völlig verstaubt - auch unser Auto sieht ziemlich schmutzig aus. Eine weiter kleine Tour führ...

Dienstag, 29.04.2025 Von Areas Boimorto über Las Medulas nach Casalarreina (Rioja-Gebiet)

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Gegen 4 Uhr morgens haben wir in unserem Haus wieder Strom und Wasser - ist ein schönes Gefühl, Espresso trinken und sich duschen zu können. Heute wollen wir durchs Hinterland in den Osten Nordspaniens fahren, um dort unsere letzte Station der Reise anzutreten. Die meiste Zeit werden wir dem sog. "französischem Jakobsweg" (über Leon, Burgos) in entgegengesetzter Richtung folgen. Obwohl wir Kilometer machen müssen, planen wir einen sightseeing-Stopp bei Las Medulas in der Nähe von Ponferrada in Asturien ein. Hier bauten die Römer ab 30 nach Christus bis zum Ende des 2. Jahrhunderts Gold ab. Die bizarre Landschaft entstand durch Menschenhand: Tausende Arbeiter höhlten die Berge aus, befüllten die Schächte mit Wasser und schwemmten das Gold aus. Las Medulas war die größte offene Goldmine der Antike. Nach einem kurzen Spaziergang zum Mirador staunen wir nicht schlecht, als wir die bizarre Landschaft sehen. Hier kann man dann sogar einige alte Stollen begehen, die zum Teil extrem...

Montag, 28.04.2025 Die Nordküste Galiciens

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Nach Joghurt und Müsli zum Frühstück fahren wir an die Nordküste Galiciens. Unser erster Halt ist der Strand "Praia das Catedrais" mit seinen imposanten Felsformationen. Der Strand ist nur bei Ebbe begehbar, bei Flut sind hier nur Felsklippen, da der Tidenhub ca. 5 m ist. Wir erreichen den bereits gut gefüllten Parkplatz kurz vor Wassertiefstand und gehen die Treppe runter zum Strand. Die Felsformationen sind sehr beeindruckend: Felstürme, hohe Klippen, ausgespülte Felsbögen und Höhlen sind hier zu besichtigen. Wir genießen die tolle Atmossphäre. Nach einiger Zeit merken wir dann aber an manchen Stellen, dass das Wasser schon wieder steigt und wir Gefahr laufen könnten, abgeschnitten zu werden (ist jetzt ein bisschen dramatisiert). Wir kehren zurück zum Parkplatz und fahren an der Küste durch die Ortschaften Foz, Fazouro, Nois, Burela und Moras nach Westen. Wie so oft ist die Vorstellung von kleinen Küstenortschaften anders, als es die Realität dann zeigt: Es gibt hier NICHT ...

Sonntag, 27.04.2025 Santiago de Compostela

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Nach einem kurzen Frühstück fahren wir los nach Santiago de Compostela. Nach ca. 40 min. Fahrzeit parken wir am Rande der Altstadt und gehen in nur 10 min. zum Platz vor der Kathedrale. Hier ist einiges los: Glückliche Pilger mischen sich unter "normale" Touristen und beleben den Platz. Aus den Gassen vernehmen wir Gesänge und auch Dudelsackklänge (der Dudelsack ist nicht nur in Schottland, sondern auch in Galicien, ein beliebtes traditionelles Instrument). Nach kurzem Schlangestehen betreten wir die imposante Kirche und besichtigen die verschiedenen Kirchenschiffe und Altäre. Wir beschließen, bis zum Gottesdienst um 12 Uhr zu warten, um zumindest die Anfänge der Gesänge und Predigten zu hören. Wieder draußen schlendern wir durch die schönen Gassen der Altstadt und finden etwas abseits ein kleines nettes Restaurant, wo wir sehr idyllisch im Garten sitzen. Wir essen als Vorspeise Empanadas und dann Bacalao (Stockfisch) auf galicische Art und Morcilla (Blutwurst). Anschließend ...

Samstag, 26.04.2025 An der Westküste Galiciens bis an das Ende der Welt

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In unserem wunderschönen Haus haben wir sehr gut geschlafen. Um 9 Uhr brechen wir nach Nordwesten zur Küste auf. Wir fahren bei strahlendem Sonnenschein über's Land durch zahlreiche Dörfer. Überall sind die für Galicien typischen Horreos zu sehen. Auch heute noch benutzen die Galicier diese aus Granit gebauten kleinen Maisspeicher auf Stelzen zur Lagerung von Lebensmitteln. Sie sehen aus wie Särge auf Pfeilern. Die Horreos stehen wie teilweise die alten Häuser in den schweizer Alpen auf überstehenden Platten oben auf den Säulen, die verhindern sollen, dass Mäuse oder Ratten in die Speicher kommen. Die Wände der Speicher selbst sind mit Luftschlitzen versehen, das Ziegeldach ist meist mit einem Kreuz und einer Pyramide (keltisches Fruchtbarkeitssymbol) verziert. Unser erster Ort an der Küste ist Laxe. Am Strand neben dem Hafen sind große Dünen. Wir spazieren zur romanischen Kirche neben dem Hafen, in der gerade Gottesdienst gefeiert wird. Nächster Stopp ist das Dorf Camarinas, wo ...