Samstag, 26.04.2025 An der Westküste Galiciens bis an das Ende der Welt

In unserem wunderschönen Haus haben wir sehr gut geschlafen.
Um 9 Uhr brechen wir nach Nordwesten zur Küste auf. Wir fahren bei strahlendem Sonnenschein über's Land durch zahlreiche Dörfer.
Überall sind die für Galicien typischen Horreos zu sehen. Auch heute noch benutzen die Galicier diese aus Granit gebauten kleinen Maisspeicher auf Stelzen zur Lagerung von Lebensmitteln. Sie sehen aus wie Särge auf Pfeilern. Die Horreos stehen wie teilweise die alten Häuser in den schweizer Alpen auf überstehenden Platten oben auf den Säulen, die verhindern sollen, dass Mäuse oder Ratten in die Speicher kommen. Die Wände der Speicher selbst sind mit Luftschlitzen versehen, das Ziegeldach ist meist mit einem Kreuz und einer Pyramide (keltisches Fruchtbarkeitssymbol) verziert.

Unser erster Ort an der Küste ist Laxe. Am Strand neben dem Hafen sind große Dünen. Wir spazieren zur romanischen Kirche neben dem Hafen, in der gerade Gottesdienst gefeiert wird.
Nächster Stopp ist das Dorf Camarinas, wo wir typisch galicisch essen. Es gibt Raxo (Galicische Schweinelende) und Zorza (mageres Schweinefleisch, mariniert mit Paprika, Knoblauch und Oregano). Zorza wird während der Schlachtung zubereitet, um den Geschmack der Chorizo zu überprüfen. Uns schmeckt es sehr gut!
Anschließend fahren wir zum nahe gelegenen Leuchtturm Cabo Vilan und machen einen kleinen Spaziergang. Neben dem Leuchtturm ist eine Fischzucht und ein Windpark.

Nächster Küstenort is Muxia mit der Wallfahrtskirche Virxe da Barca, die spektakulär direkt am Meer liegt. Die Brandung tost an die Felsen und aus der Kirche tönt Chormusik von Mönchen - eine tolle Atmosphäre, die auch zahlreiche andere Besucher genießen - u.a. auch Camino-Pilger, die hierher verlängern.
Wir kreuzen heute öfter verschiedene Varianten der Verlängerungsroute des Jakobswegs. Ein paar Meter nordwärts steht auch hier wieder ein kleiner Leuchtturm. 

Unser letzter Halt heute ist das Ende der Welt - zumindest haben es die Römer so genannt, weil es der westlichste Punkt der damaligen Welt war. Das Cabo Fisterra mit seinem Leuchtturm ist das Ziel vieler Jakobswegpilger, die nicht Santiago als letzte Station sehen, sondern noch weiter bis Fisterra gehen, wo sie dann traditionell ihre ausgelatschten Wanderschuhe über die Klippen werfen. Auch diese Stelle der Costa del Morte ist wunderschön und wir genießen den Ausblick.  

Wir kaufen noch ein paar Vorräte ein und fahren zurück zu unserem Haus. Unser Vermieter hat uns Walnusskuchen hingestellt. 


















 

 





















Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Samstag, 03.05.2025 Heimfahrt

Donnerstag, 24.04.2025 Picos de Europa

Mittwoch, 30.04.2025 Bardenas Reales und Ruta del Vino La Rioja