Freitag, 02.05.2025 Bilbao
Nach ausgiebigem Frühstück in unserer Ferienanlage fahren wir nach Norden in die Industrie- und Hafenstadt Bilbao im Baskenland. Lange Zeit galt Bilbao als hässlich, erst die Eröffnung des von Frank Gehry entworfenen Guggenheim Museums im Jahr 1997 hauchte der Stadt neues Leben ein und erhöhte die Attraktivität erheblich.
Als wir Bilbao erreichen, sind wir erstmal geschockt. Die Stadt ist eingezwängt zwischen Bergen und um ins Zentrum zu kommen, muss man auf relativ kleinen Straßen erst durch hässliche Industriegebiete und an unzähligen Wohnsilos und Hochhäusern vorbei. Wir parken in der Nähe des Gugggenheim Museums und flanieren am Ufer des Nervion am Museum vorbei, wo die Spinnen-Bronzenskulptur von Louise Bourgeois steht. Nach einem cafe con leche in einer Bar fängt es an zu regnen und wir zücken unseren mini Regenschirm und ziehen unsere Regenjacken an. Trotzdem werden wir ziemlich nass - vor allem unsere Füße.
Wir besuchen die Markthallen und suchen uns anschließend eine Taberna, um Pinchos zu essen.
Es klart wieder auf und wir schlendern durch die Altstadt mit seiner Kathedrale und seinen Gässchen. Wir gehen wieder zum Guggenheim Museum zurück, beobachten das stündlich stattfindende Nebel-Schauspiel über dem Wasser und betreten vorbei an der von Jeff Koons geschaffenen Hundeskulptur aus Blumen "Puppy" das Museum. Gestern hatten wir noch für 14:30 Uhr online tickets auf der website ergattert, so dass wir sofort rein können. Die Schlange beim regulären Ticketschalter ist ziemlich lang.
Die Architektur des Museums ist nicht nur aussen, sondern auch innen sehenswert. In ineinander verschlungenen Räumen auf insgesamt drei Etagen besuchen wir die verschiedenen Abteilungen mit moderner Kunst.
Nach dem Museumsbesuch verlassen wir Bilbao und fahren 30 km weiter an die Nordküste, wo wir die auf einer Insel liegende, durch einen steilen Treppenweg mit dem Festland verbundene Kapelle Ermita San Juan de Gaztelugatxe besuchen wollen. Der Zugang dazu ist streng geregelt: um auch nur in die Nähe zu kommen, muss man vorab online einen Zeitslot buchen. Leider war für die nächsten zwei Wochen alles ausgebucht - wir versuchen es trotzdem mal ohne Vorabbuchung. Wir scheitern kläglich! Hier herrscht das totale Chaos. Lange Schlangen stehen vor den großen Parkplätzen und wir geben die Parkplatzsuche nach einer Weile entnervt auf. Es geht wieder zurück zu unserem Haus.
Wir kaufen noch Essen für die morgige Rückfahrt ein und essen Häppchen zu Abend. Sabine bereitet dann noch unseren Proviant für die lange Fahrt vor - unter anderem auch einige Flaschen selbst angerührten Kaba, den wir auf dieser Reise liebgewonnen haben.
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